Kompromisslos guter Kaffee

von Florian Brings

Coffee To Go

Warum ich nicht auf guten Kaffee verzichten möchte

…oder auch:

Schmeckt der Kaffee nur heiß, ist die Bohne Sch…

Schon Oma sagte: „Gut Ding will Weile haben“ und auch wenn ich als einer der ungeduldigsten Mensch auf diesem Planeten gelte, so geb ich ihr in dieser Hinsicht und bezogen auf den Genuss einer feinen Bohne absolut Recht.
Wenn morgens der Wecker klingelt und ich nach ausgiebigem Gebrauch der Schlummer-Taste zeitlich dann so richtig spät dran bin, ist der Reiz groß, sich schnell am Büdchen, beim Bäcker oder bei Starbucks ‘nen Kaffee zu holen, der sich in der Regel dadurch auszeichnet, dass er besonders heiß und besonders stark (schwarz wie meine Seele und der Löffel steht – Schenkelklopfer) ist. Zur Schonung meines Magens ist er dann aber doch lieber noch gesüßt.
Der Kompromiss lautet: Ich tausche Zeit gegen Geld und Qualität. Die Zeit, die ich zu Hause nicht bereit war zu investieren um mir einen guten Kaffee zuzubereiten, tausche ich nun gegen Geld und auf Kosten der Qualität ein.
Aber verliere ich wirklich Zeit oder suggeriert man mir bloß, dass ein Kaffee to-go wirklich Zeit spart, dadurch, dass der nette Herr im Büdchen, die Kanne Kaffee schon seit drei Stunden parat hat?

Ich behaupte, dass er das nicht tut. Man steht Schlange und würgt den Kaffee dann auf dem Weg ins Büro hektisch Schluck für Schluck runter. Ich brauche mit der AeroPress keine fünf Minuten, um mir einen Kaffee zu machen, der qualitativ alles schlägt, was einem auf der Straße angeboten wird. Starbucks und McDonalds eingeschlossen.

Für mich ist das also ein fauler Kompromiss, der in mir die Frage aufwirft:

Warum sollte ich für deren Kaffee mehr Geld bezahlen als für meinen eigenen, wenn ich weder Zeit spare, noch besseren Kaffee bekomme?

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